Phideaux – Doomsday Afternoon

Retro Prog - Art Rock - Konzeptalbum

 

  

 

2007

Phideaux Webseite: http://www.bloodfish.com

MySpace.com: http://www.myspace.com/phideaux

 

9/10

Line Up:

Rich Hutchins

Drums

Ariel Farber

Vocals, Handclaps

Valerie Gracious

Piano, Vocals

Mathew Kennedy

Bass Guitar

Gabriel Moffat

Lap Steel Guitar, Solo & Electric Guitar, Textures, Treatments. Transitions

Linda Ruttan Moldawsky

Vocals

Molly Ruttan

Vocals

Mark Sherkus

Hammond B3, Minimoog, Arp String Ensemble, Korg Karma, Sampler

Phideaux Xavier

Piano, Rhodes, Moog Voyager, 6 & 12 String Guitar, Vocals

Guestmusicians:

Patti Amelotte

Hammered Dulcimer (1, 6)

Steve Dundon

Flute (9)

Rob Martino

Flute (3)

Martin Orford

Synthesizer solo (9)

Matthew Parmenter

Violin, Vocals (1, 6, 9, 10)

Johnny Unicorn

Hammond B3, Moog Voyager, Handclaps, Vocals (3, 10)

Joel Weinstein

Solo and Electric Guitar (5, 10)

Orchestral sections performed by:

Violin: Mark Baranov, Bing Wang

Viola: Richard Elegino, Jerry Epstein, Dale Silverman, Elizabeth Wilson

Cello: Stefanie Fife, Barry Gold, Jason Lippman

Bass: Dennis Trembly

French Horn: Brian Drake, Bruce Hudson

Trumpet: Boyde Hood, James Wilt

Flute, Oboe, Clarinet: Chris Bleth

Conducted by Paul Rudolph

Copyist: Liz Finch

Thanks to Paul Rudolph for sheet metal and Arjen Lucassen for a few special words (10)

 

Tracks:

 

Act One

 

01

Micro Softdeathstar

11:13

02

The Doctrine Of Eternal Ice (Part One)

03:01

03

Candybrain

04:06

04

Crumble

02:55

05

The Doctrine Of Eternal Ice (Part Two)

08:06

 

Act Two

 

06

Thank You For The Evil

09:16

07

A Wasteland Of Memories

02:23

08

Crumble

02:54

09

Formaldehyde

08:17

10

Microdeath Softstar

14:48

Gesamtspielzeit:

 

Hier ist er nun, der zweite Teil der Trilogie ″Doomsday Afternoon″. Ihr erinnert Euch, ″The Great Leap″ war der erste Teil und beinhaltete zumeist kurze mitreisende Songs. Thematisch ging es um Überwachungsstaat, Ängste und Zweifel des Individuums, Lieblosigkeit und Hölle der Welt.

Doomsday heißt wörtlich Übersetzt ′das jüngste Gericht′ und so wird hier der Verfall des autoritären Regierungssystems behandelt. Phideaux legen hiermit wiederum ein Konzeptalbum vor, das im Grunde aus einem langen Song besteht, jedoch in zwei Akten mit insgesamt 10 Tracks unterteilt wurde.

 

Ebenfalls einen sehr guten Einblick in die Thematik erhalten wir vom Cover Artwork. So sind im Booklet 7 fantastische Bilder zu sehen, die von Molly Ruttan entworfen wurden, der auch schon für das Album ′The Great Leap′ tätig war. Somit ist dieser Silberling nicht nur betörend für die Ohren, sondern auch für die Augen.

Zum ersten Mal sind in der Gästeliste Namen zu finden, die nicht in den Staaten beheimatet sind, wie z.B. Martin Orford. Des Weiteren konnte man auch Mitglieder des Los Angeles Philharmonic Orchesters gewinnen.

 

Musikalisch wird die Retro-Schiene gefahren, findet man hier viele Anleihen zu Yes, Allen Parsons Project, Genesis und ist vom Stil ähnlich wie ′Chubacabras′.

 

Es fällt mir unsagbar schwer einen Song als Highlight heraus zupicken, da alle fantastisch sind.

″Micro Softdeathstar″ hat einen sehr interessanten Aufbau, als wären mehrere Songs in diesem einen vereint und verbreitet phasenweise eine düstere Stimmung.

Gänsehaut pur überkommt mich bei ″Crumble″. Diese Nummer ist in beiden Akten zu finden. Sie ist im 1. Teil instrumental gehalten mit schönen Pianoklängen und Blasinstrumenten veredelt. Im 2. Akt gesellt sich zu dieser äußerst melancholischen Melodie der Gesang der Co-Leadsängerin Valerie Gracious, die mit ihrer fantastischen Stimme eine klasse Leistung bietet, und das nicht nur bei diesem Lied.

Der längste Track dieses Werkes ist ″ Microdeath Softstar″ und erinnert zumindest am Anfang an Allen Parsons Project und man entlässt den Hörer und überlässt ihm die Entscheidung, auf welcher Seite er bei ″Doomday Afternoon″ stehen mag.

 

Für mich ist der zweite Teil der Trilogie jedenfalls ein Meisterwerk! Auf den angekündigten dritten Teil, der den Titel ″Infernal″ tragen wird, bin ich heute schon neugierig. Dieser soll nur mit der Live-Band, also ohne Gastmusiker und Orchester eingespielt werden.